| Bautips: |
Senderpult für den robbe FX-40 Sender
Ich habe für mein original robbe Acryl-Senderpult der FX-40 CFK-Platten mit 8mm Dicke hergestellt und daraus die beiden Pultplatten gefräst. Die Aufhängungsteile habe ich von dem robbe-Acrylpult verwendet. Dies möchte ich hier kurz vorstellen und die dxf-Datei dazu zum Download anbieten.

Warum habe ich die schönen Acrylplatten
ausgetauscht:
Beim Original robbe Pult hat mir nicht gefallen, dass die untere Pultplatte
links und rechts neben den Sender die gleiche Breite hat wie die obere Platte
und damit das verstauen im Senderkoffer immer schwierig war. Ich muß dazu sagen,
das ich im Senderkoffer das Ladegerät des Senders, Frequenzklammern,
Varioempfänger und Werkzeug zusätzlich verstaut habe. Beim Transport schob sich
dann immer etwas davon zwischen die beiden Pultplatten und wurde beim
herausnehmen aus dem Senderkoffer mit herausgezogen. Besonders das verstauen war
aber immer umständlich, da erst alles aus dem Koffer geräumt werden mußte, dann
der Sender (im Pult) hineinkam und dann die anderen Utensilien.
Die neuen
CFK-Platten sollten daher neben der Optik und der höheren Steifigkeit leichter
werden und nur die obere Auflageplatte über den Sender seitlich
herausragen.
Ein zweiter Grund das Pult zu modifizieren war aber auch das
2,4GHz Modul und der dazu notwendige neue Boden des Senders.

Auf dem Bild sieht man die
Unterseite des Senderpults mit den Ausschnitten für das 2,4GHz-HF-Modul.
Die CFK-Platten werden durch laminieren auf einer gewachsten Glasplatten selber hergestellt. Die Glasscheiben wurden mit Trennwachs behandelt und poliert. Ich verwende Mirror Glaze. Nachdem das Laminat zur gewünschten Dicke aufgeschichtet wurde, wurde oben drauf noch eine zweite Glasplatte aufgelegt um von beiden Seiten der späteren CFK-Platte glatte Oberflächen mit schöner CFK-Gewebestruktur zu haben. Die beiden Glasplatten, für eine zu laminierende CFK-Platte, wurden dazu mit Aerosil eingedicktem Harz eingestrichen, nach dem angelieren mit 200g/mē C-Gewebe belegt und dieses Gewebe dann mit Harz versehen. Auch diese erste schön ausgerichtete Kohlenstoffgewebelage wurde 2 Stunden angehärtet bevor dann mehrere Lagen (~30) alten C-Gewebes darauf kamen. Das Ablüften beseitigt die Luftblasen die sonst zwischen dem Gewebe und der Außenschicht zu finden sind. Wenn man diese erste Lage mit Harz versehen hat und die Oberfläche mal genau beobachtet, stellt man fest, dass immer wieder kleine Bläschen an den Gewebe-Kreuzungspunkten der Rovings hochkommen. Durch Entlüften mit einem Roller und ein paar Stunden warten ist dies dann nicht mehr der Fall und man hat beim Weiterarbeiten schon eine harte Schicht die Luftblassen aus dem darauf aufgebrachten Laminat nicht mehr an die Außenfläche läßt. Ich hatte noch Reste 10 Jahre alter Gewebe die von der Schlichte her nicht mehr für die Verwendung in Modellen brauchbar waren , für den Zweck einer dicken CFK-Platte aber noch gut genug waren. Als alle Lagen laminiert waren, wurden die beiden Glasplatten mit den darauf liegenden Laminaten aufeinander gelegt, mit einem Brett versehen und darauf Gewichte gelegt. Ich hatte die Lagenanzahl vorher berechnet um zu 8mm dicken Platten zu kommen.
Die Platten wurden dann mit der Fräse in die Form
gebracht. Das hatte damals Thomas Kellermann für mich getan, nachdem die
Zeichnung erstellt war und die Teile zunächst auch von ihm aus 8mm
Pappelsperrholz gefräst wurden um letzte kleine Änderungen an den Zeichnungen
vornehmen zu können, damit die CFK-Platten 100%ig passen. Die obere Platte hat
übrigens eine Vertiefung die zuerst gefräst wird. Das ist dann später die Kante
am Übergang zur Senderoberseite und ist nur noch 1,5mm dick. In der
dxf-Zeichnung ist das der Umriss mit der roten Linie in der Seitenansicht ganz
links. Der Sender hat ja die Aluminiumbleche und die schwarzen
Kunststoffseitenteile. Diese Kunststoffteile sind an Kanten gerundet, so das die
8mm Platte nicht bis zu dem Aluminium der Senderoberseite reichen würde wenn man
da nicht Material an der CFK-Platte ausnehmen würde.

Bei meinem Pult wird die Ober- und Unterseite durch die beiden Alu-Distanzdrehteile verschraubt. Der Sender könnte dann nur noch nach vorne heraus. Er kann aber nicht nach vorne, da die zwei Rändelschrauben des Senderdeckels exakt in die CFK-Platte der Unterseite gehen. Vorne hat der Sender noch zwei Ausbuchtungen im Aluminiumdeckel die auch noch in Bohrungen der CFK-Platte gehen. Der Sender ist damit auf der Unterseitenplatte des Pultes nicht verschiebbar, nur nach oben herausnehmbar. Das Herausnehmen wird dann aber durch das Auflegen und Verschrauben der oberen Pultplatte verhindert.
Steckverbinder zwischen Rumpf und Fläche
Für die Steckverbindung
der Flächenservos zum Rumpf werden alle möglichen Stecker aus
dem Elektrikbereich verwendet und teilweise, an aus den Flächen heraushängenden
Kabeln, angelötet. Ich verwende seit meiner F3B Zeit (seit 22 Jahren)
die sogenannten Sub-D Stecker. Gibt es bei Conrad, aber auch bei anderen
Elektronik-Versandhäusern. Ich verwende überwiegend die 9-polige
Ausführung.
Dies ist noch nicht der
Bautip, denn das machen inzwischen viele Modellbauer. Es werden aber die
Stecker von den meisten so angelötet wie sie gekauft werden, d.h.
mit dem Stahlblechgehäuse um die Kunststoffkerne der Stecker/Buchse.
Dies hat den Nachteil, dass
Metall auf Metall reibt, wenn die Stecker ineinandergesteckt sind und das
kann zu Empfangsstörungen führen. Ohne Blechschellen auf der
Buchsenseite ist dies nicht nur geringfügig leichter, sondern kann
auch einfacher bündig mit der Wurzelrippe der Fläche verklebt
werden. Für die Blechschelle müßte sonst eine entsprechende
Vertiefung in der Wurzelrippe vorgesehen werden, da die Blechschelle bündig
versenkt werden müßte.
Die Blechschellen des Steckerteils
(links auf dem Bild) bleiben dagegen dran. Sie sind für die Befestigung
auf der Innenseite des Rumpfes eine große Hilfe und schützen
zudem auch die kleinen Steckerpinne.
| Die Sub-D Stecker/Buchse mit 9 Polen. |
| Auf der Rückseite der Bleche ist der Grad zu sehen, der mit einem 6mm Bohrer entfernt werden muß. Ist dies geschehen, können die beiden so verbundenen Blechteile der Buchse leicht entfernt werden. | |
| Die Bleche sind entfernt. Die hier blauen Kunststoffteile der Buchse können wie auf dem Bild zu sehen, leicht auseinander gezogen werden. Vorsicht!!! Zieht man zu weit auseinander, fallen die kleinen Stecker heraus! Nur so weit wie auf dem Foto auseinanderziehen, etwas mittelviskosen Sekundenkleber eintropfen und wieder zusammendrücken. | |
| Hier ist die einbaufertige Steckverbindung. |
Ich führe, wie schon geschrieben, diese Modifikation immer auf der Buchsenseite aus. Man kann somit die Buchse durch eine exakt passende Öffnung in der Wurzelrippe der Flächen so bündig verkleben (nach dem verlöten), das nur noch der Teil herausragt, der in die Steckerseite, an der ja das umgebende Schutzblech noch ist, eingesteckt werden kann. Man kann daher in der Flächenanschlußrippe des Rumpfes diesen Stecker bündig mit der Blechkante einharzen. Die Pinne liegen dann innerhalb des Flächenanschlusses und am Rumpf schaut nichts heraus was beschädigt werden könnte. Ich gehe immer so vor, dass ich den Steckerteil zuerst im Rumpf verklebe und das Ganze aushärten lasse. Dann werden die Buchsen verlötet, die Flächen auf der Flächenbefestigung so weit an den Rumpf geschoben, dass die Buchse in den Stecker im Rumpf gesteckt werden kann. Jetzt wird Epoxy aufgetragen und die Flächen bündig an den Rumpf gedrückt. Nach dem Aushärten hat man eine perfekte Steckverbindung, die durch das größere Spiel zwischen der Blechummantelung des Steckers und der jetzt nur Kunststoffoberfläche der Buchse, auch kleine Bewegungen der Flächen zum Rumpf während eines Fluges problemlos verträgt.
| Die Buchse ohne Bleche ist in die Anschlußrippe meiner Ka6E verklebt. Dieser Kunststoff läßt sich sehr gut mit Epoxidharz oder Sekundenkleber verkleben. Der Steckteil schaut so weit heraus, dass die gut zu sehende Stufe mit der Rippe bündig abschließt. | |
Die Buchse ist innen im Rumpf verklebt und ist außen bündig mit der Anschlußrippe. |
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| Die bündig mit der Rumpfanschlußrippe verklebte Buchse eines anderen Modells (CB41) vor dem Lackieren. |
Antennenverlegung in Rümpfen
Seit meiner F3B Wettbewerbsfliegerei
führe ich die Antenne im Rumpf von der Rumpfhaube bis in die letzte
Spitze des Seitenleitwerks. Bei V-Leitwerken wird die Antenne in eine Leitwerksfläche
geführt und mit einer Steckverbindung zur Antenne im Rumpf versehen.
Der Empfang, besonders bei
ungünstigen Bedingungen, wird durch einen senkrechten Anteil der Antenne
deutlich besser. Ungünstige Bedingung heißt auch beim fliegen
zum Sender oder vom Sender weg.
Die Antennenlänge ist
durch das verlegen bis in das Seitenleitwerk in der Regel immer größer
als die vom Hersteller angegebenen 70 oder 90cm. Ich habe durch diese Verlängerung
der Antenne noch keine Probleme bekommen. Ich denke dies hängt damit
zusammen, dass die volle Antennenlänge nie in Breitseite zur Senderantenne
steht und nur dann eine Antenne mit der Herstellerlänge optimal wäre.
Macht mal den folgenden
Versuch:
Ein Reichweitentest am Platz
mit eingeschobener Senderantenne bis zur Reichweitengrenze (Ruder fangen
an zu zittern). Jetzt die Antenne des Modells herausziehen (oder eine zweite
längere Empfängerantenne mitnehmen und anschließen) und
einen Teil senkrecht stellen. Das zittern der Ruder hört auf. Beim
Test mit einer längeren (bei meinen Großseglern bis zu 1,8m)
Antenne die im Rumpf verlegt ist und bis ins Seitenleitwerk geht (senkrechter
Anteil) werdet ihr feststellen, dass keine Beeinträchtigung der Empfangsleistung
feststellbar ist, im Gegenteil.
Fazit:
Die Empfangsantenne kann
ruhig länger sein als die Herstellerangabe, sollte aber immer in "L"-Form
im Rumpf liegen. Nur der optimal zum Sender gerichtete Teil der Antenne
empfängt das Signal und dieser Teil ist im seltensten Fall die volle
Antennenlänge!!!
Es gibt 2 Arten von Antennenankopplungen, sagt der Fachmann dazu in den Modellbau-Foren:
a) Die abgestimmte, da ist die Antennenlänge sehr wohl wichtig, allerdings ist auch die Verlegung und die Nähe zu anderen Teilen (auch Holz) entscheidend. Daher wird diese Methode meist nur bei Sendeantennen (weils da nicht anders geht) verwendet.
b) Die lose (passive) Ankopplung.
Hier wird die Antennen nur sehr lose an einen
Schwingkreis angekoppelt
und hat fast keinen Einfluß auf die Frequenz. In diesem Fall ist
die Antennenlänge und Verlegung ziemlich egal. Das wird z.B. bei Modellempfängern
gemacht.
ABER ! Für die Empfängerabstimmung
ist die Antenne egal. Jedoch NICHT für die
empfangene Feldstärke.
Eine zu kurze oder eine zu nah an anderen Teilen verlegte
Antenne kann nur eine geringe
Leistung aufnehmen und die Reichweite wird geringer sein.
Haubenrahmen
Ich mache sehr steife und
doch filigrane Haubenrahmen wie folgt:
Der Rand des Rumpfes auf
dem der Haubenrahmen aufliegen soll, sollte wie auch der Rumpf lackiert
und eigendlich fertig sein. Zuerst wird dieser Rand mit Trennwachs oder
Trennlack behandelt. Auf der Rumpfaußenseite des zukünftigen
Rahmens wird mit Tesafilm abgeklebt. Dies macht man so, dass ein Rand von
4-5mm übersteht. Auf der Innenseite des Rumpfes verfährt man
genauso, nur das sich hier Tesapapierklebebänder besser eigenen. Man
kann sie besser formen und hochbiegen. Mit diesem Abkleben hat man einen
schönen Kanal überall am Haubenausschnitt. Sehr genau braucht
dies noch gar nicht zu sein. Will man das spätere schmaler schleifen
um die Haubenmaterialstärke zumindest an den meist gerade verlaufenden
Haubenseiten sparen, werden ca. 5mm hohe Abfallstreifen des Haubenmaterials
an die Innenseite des Tesafilmstreifens geklebt. Die Abfallstreifen auf
den Innenseite vorher mit Trennmittel behandeln, damit sie später
vom Rahmen gelöst werden können.
In diesen Kanal werden nun,
auf einer separaten Folie getränkte, Kohlenstoff-Rovings eingelegt.
Die Anzahl richtet sich nach der Breite und Höhe des zu erstellenden
Rahmens. Ich habe für meine Ka 6e z.B. den Rahmen nur 3mm hoch gemacht
bei 10mm Breite. Die BS1 hat einen Rahmen mit 5mm Höhe. Die BS1 Haube
ist allerdings auch 50cm lang, die der Ka 6e nur ca.20cm.
Die Rovings werden so zugeschnitten,
das jeweils etwas mehr als eine Hälfte des Rahmens mit den Stücken
belegt werden kann. Vorne und hinten überlappen die Rovings der beiden
Seiten dann. Man kann durch den Tesafilm-Streifen die Höhe gut kontrollieren.
Mit einem harten Pinsel aber auch mit einem Balsaholzstück wird nachgetupft
und korrigiert.
Nach dem Aushärten
wird der Rahmen auf der Innenseite des Rumpfes und auch auf den Oberseiten
verschliffen und auf Maß gebracht. Wenn man dies vorsichtig macht,
löst er sich dabei noch nicht vom Rumpf. Jetzt werden die Haubenbefestigungen
vorbereitet, wie z.B. das Bohren von Dübellöchern oder seitlichen
Führungsstiften.
Jetzt kann der Rahmen vom
Rumpf gelöst werden. Er wird jetzt um die Dicke des Haubenmaterials
zur Rumpfaussenseite schmaler geschliffen. Ich mache dies nach dem Anzeichnen
mit einem vorzugsweise weißen Filsstift an der Schleifscheibe.
Dies geht besser als man
glaubt. Schleift man mal etwas zu viel weg, wird mit etwas Polyesterspachtel
nachgearbeitet.
Die Haube selbst wird erst
jetzt genau passend zugeschnitten und mit Pattex mit dem Rahmen verklebt.
Es geht auch nach dem Aufrauhen der Haubeninnenseiten mit Epoxidharz, das
mit Aerosil angedickt wird. Wird mit Harz verklebt, können eventuelle
Ungenauigkeiten die beim Schleifen entstanden sind gleichzeitig beseitigt
werden. Die Haube wird dabei natürlich auf den mit Trennmittel behandelten
Rumpf aufgezogen und mit Klebestreifen gesichert. Hat man mit Harz gearbeitet.
Wird anschließend der Rahmenbereich der Haube angeschliffen, damit
eventuell ausgetretene Harzraupen entfernt und lackiert. Natürlich
ist für den Klebevorgang und das anschließende Schleifen und
Lackieren die Haube selbst mit Folie und Klebebändern angeklebt.
Den Haubeninnenrand haben
wir natürlich auch schon vorher lackiert.
Flächen unter
Vakuum verpressen
Ich verwende eine Vakuumpumpe
von Falkenhein. Diese Pumpe wird auch von R&G vertrieben. Ich weiß
nicht ob die Firma Falkenhein in Mönchengladbach noch existiert. Habe
meine Pumpe dort 1979 gekauft! Für Styropor-Sandwichflächen wird
ein Unterdruck von nur 0,25 bis 0,3bar erzeugt gegenüber dem Umgebungsdruck,
damit ist nicht der Absolutdruck gemeint, der beträgt dann natürlich
0,75 bzw. 0,75bar. Die Pumpe bringt bei voller Leistung ca. 0,8 bar Unterdruck.
Es ist daher absolut notwendig ein entsprechendes Manometer und ein Ventil
zum Einstellen des Drucks zu verwenden. Auch diese Zubehör ist bei
R&G erhältlich.
Die Flächen, die mit
den Einbauten, dem Gewebe unter der Beplankung und der Beplankung versehen
sind, werden mit Klebeband auf der Styropor-Unterseitennegativschale befestigt,
dass sie nicht verrutschen können. Die Oberseiten-Negativschale wird
anschließend ebenfalls darauf gelegt und mit Klebeband befestigt.
Jetzt kann man noch den Flächenkern und die Beplankungen geringfügig
verschieben, bevor das ganze Packet in den Foliensack geschoben wird. Dafür
verwende ich einen PE-Folienschlauch der ca.50cm breit ist und ca.50cm
länger ist als die Flächenhälfte die hinein soll.
Die Enden werden mit Paketpackband
(braunes Klebeband, 50mm breit)verschlossen. Erst ein Stück davon
auf Übermaß zuschneiden und auf dem Tisch befestigen mit kleinen
Klebebändern an den Enden, so das die klebende Seite oben liegt. Dann
den Foliensack darauf ausrichten, so dass nur die halbe Klebebandbreite
von dem PE-Sack bedeckt wird, strammziehen und aufdrücken. Anschließend
ein zweites Stück Packband von oben aufkleben. Ich verschließe
auf diese Art zunächst beide Enden. dort wo der Schlauch zum Absaugen
in den Foliensack eingeführt werden soll, schneide ich anschließend
einen kleinen Schlitz in das zuvor abgeklebte Ende, führe den Schlauch
ein, bis er auf der Negativschale der Fläche aufliegt und verschließe
den Schnitt mit Knetgummi. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich
auf die Negativschale der Fläche einen Fliesstreifen lege, der ca.5cm
breit ist und von der Flächenwurzel bis zum Randbogen geht. Hiermit
ist ein gleichbleibender Druck bis zum Flächenende gewährleistet,
ansonsten kann es passieren, das nur dort wo die Pumpe angeschlossen ist
der gewünschte Unterdruck zustande kommt und die Flächenenden
nicht gut verpresst sind und sich die Beplankung sehr leicht wieder ablöst.
Anstelle von Flies kann auch grob gewebter Stoff genommen werden, also
irgend etwas, dass auch unter Druck noch Luft hindurch läßt.
Ist nun alles eingetütet,
wird die Pumpe eingeschaltet. Bis der Unterdruck erreicht wird, können
einige Minuten vergehen. Ich warte und überprüfe in der Zeit
die Lage des Kerns noch einmal und untersuche auch noch mal die zugeklebten
Enden des Folienschlauchs auf Dichtigkeit. Wenn die Folie sich zunächst
stramm um den Inhalt legt, werden mit der Hand eventuelle Falten des Schlauchs
an die Seiten des Pakets gezogen.
Jetzt wird nur noch das
Manometer beobachtet und mit dem Ventil der Druck immer so niedrig gehalten,
das der Unterdruck von 0,25bar z.B. nicht unterschritten wird, d.h. der
Unterdruck keinesfalls höhere Werte erreicht. Dies würde den
Kern zu sehr zusammendrücken und die Verformung ist anschließend
nicht mehr rückgängig zu machen. Eine Folge wäre das starke
Abzeichnen der Flächeneinbauten durch die Beplankung nach dem Aushärten
der Fläche.
Ist der Druck stabil und
steigt nicht mehr weiter, warte ich noch 5 Minuten bis ich meinen Bastelkeller
verlasse. Die Pumpe läuft dann noch mindestens 12 Stunden. Baut man
am Abend, kann am nächsten Tag zur Mittagszeit die Pumpe abgeschaltet
werden.
Ich sauge auf diese Art
meist zunächst nur eine Beplankungsseite auf den Flächenkern.
Dann werden Holme und sonstige Einbauten in den Kern eingebaut und das
Ganze dann auf die beschriebene Weise mit dem Oberseitenlaminat und der
Oberseitenbeplankung versehen. So hergestellte Flächen sind gerade
bei meinem ASH25 Projekt auf der Website
zu sehen.
Schaut mal nach!