CB 62

 

Spannweite: 4,5m

Flächenprofile: AG40d, AG41d, AG42d, AG43d

Seitenleitwerksprofile: HT14 (10%) auf HT13

Höhenleitwerksprofil: HT14 (8%) auf HT14

 

Hier die vollständige Zeichnung:

 

Die CB62 besteht aus dem verlängerten alten F3B Rumpf mit einer nochmals um 6cm verlängerten Abziehhaube und dem Pylon für den Flächenaufsatz. Von diesem Rumpf existiert jetzt eine Form. Das Seitenleitwerk wird nachträglich auf die Rumpfröhre aufgesetzt. Das Seitenleitwerk wird, wie die Flächen, in der Positivbauweise mit Roofmate-Kern und CFK/GFK/AFK-Beplankung gebaut.

Die Flächen sind in Spannweitenrichtung gestreckte Supra-Flächen. Der link zu der original Supra ist hier. Man bekommt viele Details zur Auslegung und zum Bau dieses sehr leicht gehaltenen F3J-Modells von Prof. Mark Drela. Meine CB62 hat die gleichen Profile an den jeweiligen Trapezenden wie sie die Supra hat. Einzige aerodynamische Änderung neben der Streckung der einzelnen Segmente ist eine Erhöhung der Schränkung im Außenflügel um 0,5° auf jetzt 1,0°. Beplankt werden die Flächen im Mittelteil mit diagonal ausgerichtetem 93g/mē C-Gewebe. Die Außenflächen mit diagonal ausgerichtetem Aramidgewebe, innen ~60g/mē und ganz außen mit 36g/mē. Die Bauweise mit der Verwendung von Mylar-Folien, der auf Profil geschnittenen Nase, dem Einbau aller Komponenten in die Flächenkerne und dann dem Beplanken im Vakuum wird im Internet an vielen Stellen beschrieben. Hier ein paar links dazu:

http://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?t=437733  Hier wird der Bau einer Supra genau nach den Drela Plänen dargestellt. Einer der besten Bauberichte!

http://www.modelbouwforum.nl/forums/zweefvliegen/43432-de-bouw-van-een-supra.html  Ebenfalls der Bau einer Supra nach Originalplan, hier in holländischer Sprache, aber die Bilder sprechen für sich.

http://www.promo-service.at/aeroworx/technik/mythospositivbauweise/einleitung/index.html  Der Bau einer HLG-Fläche in der Positivbauweise wird sehr gut beschrieben.

http://genie.rchomepage.com/ Harley Michaelis Genie hat ebenfalls Flächen in der Positivbauweise mit CFK-Beplankung. Die Unterlagen sind als pdf herunterladbar.

 

 

Ein paar Bilder vom Bau der CB62:


Hier werden zuerst die Holmgurte aus Kohlenstofffaserrovings laminiert. Ich habe dazu die Negativschalen in der vorgesehenen V-Form fixiert und die Schalen mit einer Folie abgedeckt. Die Lage des Holms wurde mit Balsaleisten und Stecknadeln festgelegt und auf die Folie die Anzahl und Länge der einzelnen Rovings notiert. Nach dem laminieren des Ober- und Untergurts, wurde der Flächenkern mit zwei durchgehenden schnitten aufgetrennt, sodas der Holm zwischen Vorder- und Hinterteil der Kernstücke passte. Der herausgeschnittene Roofmatestreifen wurde weiter verwendet, indem er auf den Unterseitengurt mit Epoxidharz geklebt wurde. In die Flächenmitte dieses durchgängigen Flächenmittelstücks wurde statt des Roofmates senkrecht gemasertes Balsaholz verwendet. Die ersten 100mm von der Mitte aus gesehen wurden also mit Balsaholz als Stegmaterial versehen. Die Hüllen für die Steckverbindung der dreiteiligen Fläche wurden ebenfalls direkt an der Enden des unteren Holmgurts verklebt und mit Balsa aufgefüttert.



Der Holmsteg war jetzt nach dem aufkleben des Roofmatekerns als Steg zu hoch um so zwischen der Kernteile zu passen. Er wurde daher in der Höhe passend zugeschnitten, indem der Oberseitengurt und zusätzlich ein 1,5mm dicker Balsaholzstreifen gleicher Breite wie die Gurte unter den soweit schon zusammengesetzen Holm gelegt wurden. Jetzt wurden die Vorder- und Hinterteile der Flächenkerne vor und hinter den so aufgefütterten Holm plaziert. Alles Material was jetzt über die Kerne hinausragte wurde nun mit Messer und Schleifklotz entfernt. Die Kerne wurden dazu mit Kreppklebeband geschüzt. Der Holm hatte dann die richtige Höhe mit ein wenig Reserve für eine Ummantelung mit einem C-Schlauch. Nach dem aufkleben des Obergurts und dem umwickeln der Außenhüllen und des Mittelstücks mit Aramidrovings, wurde der ganze Holm mit einem Schlauch überzogen mit Harz versehen und im Vakuum angedrückt. Dieser fertige Holm wurde dann mit den Kernstücken verklebt und mit Leichtspachtel die verbliebenen Anpassungen zur glatten Oberfläche vorgenommen. 

Auf dem folgenden Bild sind die noch nicht verklebten fertigen Holme mit den Kernen zu sehen.   


 

Hier dann das fertige mit einer Lage 93g/mē C-Gewebe versehene Mittelstück. Auf dem hier verwendeten Roofmate konnte die CFK-Beplankung mit vollem Vakuum das die Pumpe hergab abgesaugt werden. Ich hatte ca. 0,8bar Unterdruck. Eine gute Verklebung ist nur so gewährleistet. Normales Styropor kann so nicht belastet werden und ist für diese Flächenbauweise nicht geeignet, für Leitwerke jedoch noch sehr gut, aber dann mit nur 0,2- 0,3bar Unterdruck.

Die Anschlußrippen bestehen aus Mehrschicht-Balsa mit drei Lagen aus 1mm Balsa.

 

Hier ein paar Bilder die beim Einbau der RDS-Anlenkung der Wölbklappen entstanden sind:

Eine Lage Aramidgewebe zwischen der 93g/mē C-Gewebe Außenlage und dem Roofmatekern bildet das Scharnier. Sowohl die Klappenkante als auch die Kante des Flächenteils ist durch eine vorher mit Sprühkontaktkleber aufgebrachte Lage 93g/mē Gewebes U-förmig belegt worden. Hier ist der dazwischen eingelegte Keil entfernt worden und die Klappe nach unten ausgeschlagen, so das man die ca. 1mm Breite Scharnierlinie deutlich sieht.

Der Winkel zwischen Wölbklappenscharnierlinie und Anlenkungsachse beträgt 60°. Man sieht auf der Flächenunterseite.

Der Servoschacht wurde durch herausschneiden des C-Laminats mit dem Messer und Stahllineal freigelegt.

Die Drehstifte bestehen aus 2,5mm Stahldraht und sind auf 24mm Länge um 60° gebogen. Die Mitnehmer ebenso wie die Hüllen wurden sehr präzise von Willi Schäffer hergestellt. Die Mitnehmer haben innen eine erodierte Verzahnung passend zu den robbe/Futaba Servos S3150 und S5102. Beide Servos haben die gleiche Verzahnung mit identischem Mitnehmer. Ich verwende hier die S5102 für die Wölbklappen und die dünneren S3150 für die Querruder.

Die CFK-Hülle der RDS-Anlenkung wurde an der einen offenen Seite mit einem 0,4mm Sperrholzstreifen verschlossen. Die andere Öffnung wurde nach dem hineinstecken eines U-förmigen Drahtes mit Klebeband verschlossen. Hier kann jetzt kein angedicktes Harz hineinlaufen und mit den herausstehenden Drahtenden kann die Hülle in dem Schlitz des Wölbklappenruderblattes ausgerichtet werden. Ich habe die Öffnung durch herauskratzen des Roofmates etwas größer gemacht, um noch Platz für das Harz zu lassen. Nachdem ie Öffnung in der Wölbklappe mit Harz ausgestrichen war, wurde auch die Hülle von allen Seiten mit dem angedickten Harz bestrichen und langsam dort hineingeschoben. Mit einem kleinen Balsaholzkeil wurde dann die Hülle so fixiert, das sie zur Scharnierlinie hin gedrückt wurde. Die Hülle sollte nicht in der Mitte der Dicke der Wölbklappe liegen, sondern möglichst dicht an der Oberfläche an der das Scharnier ist, hier die Flächenunterseite. 

Die Servos sind mit verschraubten Abachiklötzchen in den Ausschnitt geschoben worden, der vorher mit eingedicktem Harz versehen wurde. Mit der ebenfalls eingesetzen Anlenkung konnte das Servo exakt ausgerichtet werden. Jetzt wird das Kabel angelötet und der Servoschacht mit dem zuvor ausgeschnittenen Deckel wieder verschlossen. Ein Auswechseln der Servos ist so jederzeit möglich. 

 

 

Fortsetzung folgt!
 

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